Death Call - Er bringt den Tod von Chris Carter

Hochspannender Thriller - Carter in Bestform!

Taschenbuch erschienen im August 2017
ISBN: 978-3-548-28952-6
Preis: 10,99 Euro
auch erhältlich als eBook
Teil einer Serie
 

Seiten: 416
Genre: Thriller

Verlag: Ullstein
Sprache: Deutsch
Übersetzer: Sybille Uplegger

Originaltitel: The Caller

Es handelt sich um den achten Teil der Robert Hunter-Reihe

deathcall
 
Inhalt: Tanya Kaitlin freut sich auf einen entspannten Abend. Plötzlich klingelt ihr Handy, ein Videoanruf von ihrer besten Freundin. Tanya nimmt den Anruf an, und der Alptraum beginnt: Ihre Freundin ist gefesselt und geknebelt. Tanya hat eine Chance, die Freundin zu retten, hört sie von einer tiefen, unheimlichen Stimme. Sie muss nur zwei Fragen richtig beantworten. Sie scheitert - und ihre Freundin wird vor ihren Augen brutal ermordet. Profiler Robert Hunter und sein Partner Garcia haben einen neuen Fall: ein Serienmörder, der seinen Opfern in den sozialen Medien auflauert. Er studiert ihre Fehler und nutzt sie für sein perfides Spiel. Und das hat gerade erst begonnen ...
Quelle: Verlag Ullstein

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Das achte Buch der Robert Hunter-Reihe musste ich sofort lesen. Es ist wohl die einzige Reihe, wo ich die neusten Teile gleich bei Erscheinen kaufe und lese, da ich sie einfach liebe. Hört sich makaber an, wenn man bedenkt, worum es immer wieder geht: Morde, je fieser und grausamer desto Carter. ;o) Ich frage mich bestimmt nicht zum ersten Mal, wie der Autor sich jedesmal wieder neue Methoden zum Töten ausdenkt. Es war sogar schon kreativer als im neusten Fall, dennoch gehört Death Call für mich zu den absolut stärksten Büchern der Reihe. 

Zum Inhalt möchte ich nichts weiter sagen, ich hab Angst zu schnell zuviel zu verraten, aber eines möchte ich denen sagen, die es ebenfalls schon gelesen haben:
Spoiler (zum Lesen markieren): Ich habe selten ein so befriedigendes Ende gelesen. Der Täter bekommt genau, was er verdient hat. Ich bin sicher nicht für Selbstjustiz, aber es ist ein fiktiver Fall und es passt perfekt. Dabei war mir der Auftragskiller, der seine getötete Frau gerächt hat, noch nicht mal unsympathisch. 

Eine klitzekleine Kritik hätte ich, trotzdem, dass ich volle Punktzahl vergebe: Es wird in jedem Buch von Robert Hunters Vergangenheit erzählt, was er als Kind erlebt hat, seine Hochbegabung und sein Werdegang als Ermittler. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn mein Wissen über sowas immer mal wieder aufgefrischt wird, aber es muss nicht in jedem Buch wieder so ausführlich behandelt werden. Und auch, wenn Robert Hunter die Roman-Figur ist, die ich am liebsten im wahren Leben treffen würde, wird mir sein Charakter manchmal zu weichgespült. Nicht jeder Ermittler muss der harte und unnahbare Kerl sein, aber Hunter ist schon fast zu gut für diese Welt. Und von Zuckerwasser möchte ich im nächsten Buch bitte auch nichts mehr lesen. ;o)

Wer die Bücher von Chris Carter mag, sollte auf keinen Fall den neusten Teil verpassen. Der Autor ist absolut in Höchstform und ich kann es schon jetzt wieder kaum erwarten, bis nächstes Jahr hoffentlich ein neuer Fall für Hunter und seinen Partner Garcia erscheint. 

5star

Die komplette Serie mit Links zu den Verlagseiten:

Der Kruzifix Killer
Der Vollstrecker
Der Knochenbrecher
Totenkünstler
Der Totschläger
Die stille Bestie
I Am Death - Der Totmacher
Death Call - Er bringt den Tod

Morgen ist es Liebe von Monika Maifeld

Unterhaltsam, aber konstruiert und oberflächlich

Klappenbroschur erschienen im September 2017
ISBN: 978-3-426-65432-3
Preis: 14,99 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 432
Genre: Belletristik

Verlag: Droemer/Knaur
Sprache: Deutsch


morgen istesliebe
 
Inhalt: Eine eisige Nacht kurz vor Weihnachten:
Die junge Ärztin Alexandra verunglückt auf dem Heimweg von einer Feier mit dem Auto. Sie wird bewusstlos und wäre dem Tode geweiht, würde ein Unbekannter sie nicht aus dem Wagen ziehen. Doch als Polizei und Sanitäter am Unglücksort eintreffen, ist der Retter nicht mehr da.
Martin Hallberg ist an jenem Abend in den winterlichen Weinberg gekommen, um sein Leben zu beenden. Diese bitterkalte Nacht kurz vor Weihnachten sollte seine letzte sein – doch da ereignete sich genau vor seinen Augen der Unfall. Die Erinnerung an die zarte, verletzte junge Frau, die er aus dem Autowrack gezogen hat, lässt ihn nun einfach nicht mehr los – und die Sorge um den Abschiedsbrief in seiner Manteltasche, der niemals in fremde Hände gelangen darf. Aber der Mantel ist zusammen mit der jungen Frau im Rettungswagen verschwunden …
Quelle: Verlag Droemer/Knaur

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Leider ist für mich das einzig wirklich bezaubernde an dieser Geschichte das Cover, das ist mir sofort ins Auge gesprungen. Die Farben und das Motiv gefallen mir sehr gut. Morgen ist es Liebe konnte mich ansonsten kaum überzeugen.. Der Aufbau wirkt sehr konstruiert und mehr gewollt als gekonnt. Es werden Begebenheiten eingebaut, z.B. der EHEC-Ausbruch vor einigen Jahren, wo ich mich wirklich gefragt habe, wie die Autorin bloß auf die Idee gekommen ist, da es einfach deplatziert und gezwungen wird. Insgesamt erinnert mich der Schreibstil ein eine leicht kitschige Mischung aus Märchen und Schulaufsatz.

In die Protagonisten konnte ich mich überhaupt nicht einfühlen. Entweder sind sie total verklärt, bleiben extrem blass und oberflächlich, oder werden übertrieben unsympathisch dargestellt. Die Dialoge sind oftmals eckig und merkwürdig, und dann, als wolle man eine kleine lustige Szene einbauen, wird die Gedankenwelt eines Hundes, der sich ein Stück vom frisch gebackenen Kuchen erhofft, beleuchtet. Das passte ebenfalls so überhaupt nicht zur Situation. Mich konnte zwar nichts mehr überraschen, aber dennoch kam mir nicht nur an dieser Stelle der Gedanke: Bin ich im falschen Film (Buch)?

Meine Rezension lässt bisher kaum ein gutes Haar an einem Buch, dem ich trotz allem noch 2,5 Punkte gebe. Ich habe mich dennoch, unglaublicherweise, einigermaßen unterhalten gefühlt. Die Geschichte ist in meinen Augen zwar extrem vorhersehbar, ich war aber neugierig, wie der Weg zum Ziel führt. Ich hab mich schon wochenlang durch Bücher gequält, die ich letztendlich besser bewertet habe als dieses, welches ich innerhalb von wenigen Tagen gelesen habe. Kennt Ihr das, wenn Ihr zwar durch die Seiten rauscht und Euch keineswegs gelangweilt fühlt, aber dennoch danach das Buch auseinander pflücken möchtet? 

Nachdem Morgen ist es Liebe auch schon einige positive Bewertungen bekommen hat, solltet Ihr Euch nicht alleine wegen meiner Meinung davon abhalten lassen es zu lesen. Für mich persönlich ist es eher ein kleiner Flop, der sich mit anderen Büchern aus dem Bereich der leichten Unterhaltung nicht messen kann. 

2 3star


 Danke an die

droemerknaur
und
vorablesen logo
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares


 

Liebe wird aus Mut gemacht von Catharina Junk

Taschenbuch erschienen im Mai 2017
ISBN: 978-3-499-27121-2
Preis: 9,99 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 400
Genre: Belletristik

Verlag: Rowohlt
Sprache: Deutsch

Achtung: Dieses Taschenbuch ist zunächst als Hardcover unter dem Titel Auf Null erschienen!

liebe wirdausmutgemacht
 

Inhalt
: Ein Roman über den Tod und das Leben - und über das Glück, lieben zu können
Nie wieder Sonnenblumen von Van Gogh an den Wänden. Nie wieder Hähnchen Estragon. Nie wieder Krankenhaus: Nina darf zurück ins Leben stolpern. Aber sie würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Also lieber die Handbremse anziehen: keine Pläne machen, keinen Spaß haben, nicht verlieben. Schon gar nicht in Erik. Doch zum Leben braucht es Mut - und erst recht für die Liebe.
Quelle: Verlag Rowohlt

Meine Meinung: Dieses Buch ist mein Highlight aus dem August. Eher beiläufig bin ich über Liebe wird aus Mut gemacht von Catharina Junk gestolpert, als ich bei Thalia nach einem anderen Buch geschaut habe. Es hat mich sofort angesprungen und ich musste es kaufen. ;o)

Nina hat eine sehr aggressive Leukämie überstanden. Von jetzt auf gleich hat sie die Diagnose bekommen, lag daraufhin ein Jahr im Krankenhaus und mehr als einmal hing ihr Leben am seidenen Faden. Als sie endlich wieder nach Hause darf, gilt sie als gesund, aber nicht geheilt. Nina ist zwar froh dem Krankenhaus entkommen zu sein, doch das Vertrauen in ihren Körper und das Leben hat sie verloren. Für ist steht fest, dass sie sowieso einen Rückfall erleiden wird und es sich nicht lohnt, großartig etwas aufzubauen, in sie zu investieren oder gar sich zu verlieben. Warum sie so schwarz sieht, wird besonders gegen Ende der Geschichte klar...

Der Schreibstil ist einfach wunderbar, zwischen aller Dramatik, Traurigkeit und Ninas Pessimismus, was ihre eigentlich überstandene Krankheit angeht, musste ich immer wieder schmunzeln. Ein recht sarkastischer, aber auch erfrischender Humor durchzieht die Geschichte und hat mich immer wieder kalt erwischt. Wie über die Geschehnisse und Gefühle erzählt wird, fühlt sich recht bodenständig an, ich konnte als Leserin Ninas Gefühle gut nachvollziehen, und doch hätte ich ihr zwischendurch gerne auch mal meine Meinung gesagt. Besonders als sie auf Erik trifft, und es schon bald zwischen den beiden knistert. Nina glaubt nicht, dass es sich lohnt sich zu verlieben, denn früher oder später kommt doch der Rückfall und es muss doch nicht sein, dass Erik sie betrauern muss, da kann sie ihn doch besser ihrer Freundin Isabelle überlassen, sie sich ebenfalls in Erik verguckt hat. 

Ich habe Ninas Geschichte mit großer Begeisterung verfolgt. Hier geht es nicht in erster Linie um Ninas Leidensweg und den Krebs, sondern viel mehr um das, was danach kommt, und wie wie sie mit die

ser Baustelle umgeht. Es geht um Vertrauen und Misstrauen in das Leben, um Freundschaft, Familie und die Liebe. Catharina Junk hat daraus seine ganz besondere Geschichte gemacht, die sich wunderbar lesen lässt. Ich wünsche mir unbedingt, dass sie noch weitere Bücher auf ihre tolle Art schreiben wird. 

aufnull

 

Eine klitzekleine Kritik habe ich an Titel und Cover. Nicht, dass es mir nicht gefällt, aber ich finde es beim Hardcover um einiges treffender. Es passt meiner Meinung nach viel besser zum Stil und dem Inhalt. Das Taschenbuch sieht aus, wie momentan viele Cover aussehen und lässt eher eine romantisch, vielleicht leicht kitschige Story vermuten. Auf Null bringt es einfach auf dem Punkt, schade, dass man das nicht einfach so gelassen hat. 

Natürlich bekommt Liebe wird aus Mut gemacht volle Punktzahl. Es hat mich so gut unterhalten und berührt, wie kaum ein anderes Buch dieses Jahr. 

5star

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky

Hardcover erschienen im Juli 2017
ISBN: 978-3-8321-9839-8
Preis: 20 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 320
Genre: Belletristik

Verlag: Dumont
Sprache: Deutsch


was manvonhieraussehenkann
 
Inhalt: Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …
Quelle: Verlag Dumont

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Ich war wahnsinnig skeptisch, was dieses Buch angeht. Als ich zum ersten Mal etwas über den Inhalt gehört habe, fand ich es doch etwas sehr skurill. Durch unzählige überschwängliche Meinungen doch neugierig gewoden, wollte ich Was man von hier aus sehen kann unbedingt lesen und hab das auch ganz schnell getan. Ich musste mich ein bisschen an den Schreibstil gewöhnen, aber das hat nicht lange gedauert und als das geschehen war, hab ich mich total in diese Geschichte und ihre Figuren verliebt. Dabei waren es besonders die vom Okapi träumende Selma, der schon seit ewigen Zeiten in sie verliebte Optiker und Selmas Enkelin Luise, die mich auf ihre eigene Art verzaubert haben. 

Die Protagonisten wirken alle ein bisschen wie aus einer anderen Zeit, aber ich konnte mir die Szenen vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen. Die Geschichte ist ein bisschen sonderbar, aber wahnsinnig eindringlich, lebendig, liebevoll und lustig. Um Euch einen kleinen Eindruck vom bezaubernden Stil der Autorin Mariana Leky zu vermitteln, hier ein kleines Zitat aus dem Buch:

"Wir konnten alles Mögliche mit der Liebe. Wir konnetn sie mehr oder weniger gut verstecken, wir konnte sie hinter uns herziehen, wir konnten sie hochheben, durch alle Länder der Welt tragen oder in Blumengebinden verstauen, wir konnten sie in die Erde legen und in den HImmel schicken. All das macht die Liebe mit, langmütig udn biegsam, wie sie war, aber verwandeln konnten wir sie nicht."
(Quelle: ebook "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky, S. 167)

Es gibt haufenweise Stellen in den Buch, welche ich Euch ale gerne hierher schreiben würde. Ich kann wirklich nur empfehlen, dieses besondere Buch zu lesen und Euch selbst zu überzeugen. Für mich ist es eine Buch-Perle, ich würde mir mehr in dieser Art wünschen, anspruchsvoll, aber dennoch leicht zu lesen. 

Für mich ist Was man von hier aus sehen kann eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Ein absolutes Highlight, welches ich Euch gerne empfehlen möchte!

5star

Die Jasminschwestern von Corina Bomann

Emotionale Lebensgeschichte - spannend und blumig erzählt

Taschenbuch erschienen im Mai 2014
ISBN: 978-3-548-28527-6
Preis: 9,99 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 528
Genre: Belletristik

Verlag: ullstein
Sprache: Deutsch


die jasminschwestern
 
Inhalt: Ein Unfall, ein Schock und eine große Frage: Als ihr Freund verletzt ins Koma fällt, flüchtet Melanie Sommer zu ihrer vietnamesischen Urgroßmutter Hanna. Als Hanna merkt, wie sehr die junge Frau mit ihrem Schicksal und der Liebe hadert, erzählt sie ihr zum ersten Mal aus ihrem Leben: Von der dramatischen Kindheit im exotischen Saigon, vom schillernden Berlin der Zwanzigerjahre und einer großen Liebe, von der schweren Zeit während des Krieges und dem Neuanfang als Hutdesignerin in Paris. Hanna hat viel verloren, aber auch unendlich viel gewonnen. Und Melanie erkennt, dass ihre schönste Zeit noch vor ihr liegt – egal, was das Schicksal noch für sie bereithält.
Quelle: Verlag ullstein

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Nach einer Empfehlung einer lieben Kollegin, lag dieses Buch viel zu lange auf meinem SuB. Nun wurde es von mir befreit und ich frage mich, warum ich es nicht schon längst gelesen habe!?

Eine wunderschöne (Lebens-) Geschichte, verwoben zwischen Gegenwart und Vergangeheit. Hanna ist über 90 Jahre alt und lebt mit ihrer Tochter Marie in einem Anwesen, welches ein Museum für Kleider und Accessoirs beherbergt. Zu diesen beiden älteren Damen flüchtet Melanie, nachdem sie wochenlang am Krankenbett ihres Verlobten Robert ausgeharrt hat, der nach einem Auto-Unfall im Koma liegt. Bei ihrer Oma und Ur-Oma sucht sie Erholung und Ablenkung und möchte Kraft schöpfen, um weiter für Robert da sein zu können. 

Hanna ist als junge Frau aus dem damaligen Saigon in Vietnam geflüchtet, der Name mit dem sie geboren wurde, lautet eigentlich Hoa Nhái, der Einfachheit halber, hat man sie in Deutschland umbenannt. Hanna spürt die Sorgen und Nöte ihrer Ur-Enkelin Melanie und beschließt, ihr Dinge aus ihrem Leben anzuvertrauen, die sie bisher niemanden erzählt hat, und die noch nichtmal ihre Tochter Marie weiß. Als Leserin hat mir bei den Schilderungen von Hannas Jasmin-Schwester Than, und ihrer zunächst gemeinsamen Flucht und allem was danach paßiert, der Atem gestockt. Die Erzählungen sind so ausführlich, grausam, aber auch prächtig und farbenfroh geschildert, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. 

Die Lebensgeschichte von Hanna ist faszinierend, interessant und sehr spannend. Ich bin eingetaucht in die Kindheit Hannas in Saigon, ihrer schlimmen Zeit in Hamburg und später im schillernden und aufstrebenden Berlin, wo es für die exotisch anmutende Frau endlich bergauf geht, wenn auch immer wieder mit heftigen Schicksalsschlägen. Doch Hanna ist stark, sie sieht immer nach vorne und lässt sich nicht entmutigen. Dabei denkt sie auch viele Jahre nach ihrer Flucht aus Saigon an Than und nimmt sich vor, ihre Schwester irgendwann wieder zu finden.

Neben ihrer Aufgabe, den Dachboden des Museums aufzuräumen, um weitere Kleidungsstücke für die Ausstellung zu finden, helfen Hannas Erzählungen Melanie durch diese schwierige Zeit. Sie schöpft Kraft, ist ein wenig abgelenkt und lernt, dass das Leben einem noch so große Steine in den Weg legen kann, man darf einfach nicht aufgeben, sondern sollte an seinen Erfahrungen reifen und stärker werden. 

Ich finde Die Jasminschwestern einfach wunderbar. Die Geschichte Hannas hat mich total gefesselt und ich mochte die Protagonisten, allen voran Hanna und Melanie sehr gerne. Der Schreibstil ist leicht, blumig und spannend. Besonders die Erzählungen aus dem früheren Hamburg und Berlin hab ich mit Spannung und Interesse gelesen. Ich bin zwar froh in der heutigen Zeit zu leben, aber ich würde wahnsinnig gerne mal für ein paar Stunden oder Tage eine Reise in diese Zeit machen, ich stelle mir das total faszinierend vor. 

Mein erstes Buch der deutschen Autorin Corina Bomann hat mir gleich so gut gefallen, dass ich gerne weitere ihrer Werke lesen möchte. Wenn Ihr mir eines ihrer Bücher empfehlen könnt, dann lasst es mich gerne wissen! 

5star

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