Lesemonat Januar 2018

buch u 050Bevor ich Euch zeige, welche Bücher ich im Januar gelesen habe, möchte ich ganz kurz noch ein Fazit ziehen, was das vergangen Jahr angeht. Es hat sich einiges in Bezug auf das Lesen bei mir verändert. Noch vor etwas über einem Jahr konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen ebooks zu lesen. Mit Händen und Füßen habe ich mich dagegen gewehrt, auch noch Bücher mittels einer "Elektrokiste" zu lesen. Und jetzt? Jetzt tue ich mich tatsächlich damit schwer, nach einem ebook wieder ein Print-Buch in die Hände zu nehmen. Ich empfinde das Lesen mit dem Tolino als super-angenehm. Das Ding ist so herrlich leicht, ich kann damit völlig neue Lesepositionen einehmen, meine Augen fallen mir abends nicht mehr so schnell zu, ich kann während des Lesens z.B. essen, trinken, mir die Hände eincremen usw. Ich bilde mir ein, dass das Lesen mit dem Reader auch flüssiger und damit schneller geht. Ruck zuck hab ich ein Buch durch, wofür ich im Print-Format schon etwas länger brauche. Ich möchte trotzdem noch Prints lesen, aber ich habe überhaupt nicht mehr das Verlangen mir wer weiß wieviele neue Bücher in´s Regal zu stellen. Außerdem möchte ich meinen SuB in nächster Zeit nochmal aussortieren. 

Und noch etwas ist neu, ich habe überhaupt kein Verlangen mehr nach Rezensionsexemplaren. Es fühlt sich so gut an keine zu haben. Ich bekomme bald eins von Vorablesen, da ich noch Punkte für ein Wunsch-Buch einlösen konnte, und auf dieser Plattform werde ich auch weiter gucken, welche Bücher es zu besprechen gibt, aber in nächster Zeit werde ich nichts über die Portale für Blogger anfordern, und auch nichts annehmen, was mir per E-Mail angeboten wird. Seit ich hier keine dieser Exemplare liegen habe, fühle ich mich viel freier beim Lesen. Vielleicht ist im Januar auch deshalb soviel mehr durchgeflutscht? Ich fühle mich nicht unter den Druck gesetzt rezensieren zu müssen, was mir besonders bei Büchern schwer fällt, die mich nicht überzeugen konnten. Diesen Monat hab ich keine ausführliche Rezension geschrieben, sondern nur eine kleine Übersicht der gelesenen Bücher erstellt. Das heißt nicht, dass ich es ab jetzt immer so machen werde, aber mich selbst interessiert auch nur ein kurzes Fazit, wenn ich mich woanders über möglichen neuen Lesestoff informiere, ich habe so gut wie noch nie eine lange Rezi gelesen. Mir reichen zwei bis drei ausdrucksstarke Sätze, wie man ein Buch empfunden hat, und gerne ein Punktesystem, wie ich es selber auch mache, um ein Buch auf meine Wunschliste wandern zu lassen, oder eben nicht. 

Aber nun zu den Büchern, die ich im ersten Monat des neuen Jahres gelesen habe. Ich habe verhältnismäßig viel gelesen, einige Genres abgedeckt und konnte nur volle Punktzahl vergeben, da mich jedes dieser sieben Bücher auf seine Art und Weise sehr begeistern konnte. Wenn es nur halbwegs so weitergeht, bin ich mehr als zufrieden. Dabei wird es in den folgenden Monaten sicher nicht immer soviele Bücher geben, sieben sind bei mir eher die absolute Ausnahme. 

Mit einem Klick auf das Cover, kommt Ihr zu den jeweiligen Verlags-Seiten der Bücher, wo Ihr weitere Informationen und Inhaltsangaben findet. 

denmundvollungesagter dinge Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag
Jugendbuch - 400 S. - Heyne - 2017

Gefühlvolle Jugendgeschichte über ein Mädchen, welches ohne Mutter aufgewachsen ist, und der neuen Liebe ihres Vaters wegen, von Hamburg nach München ziehen muss. Dort lernt Sophie das Nachbarsmädchen Alex kennen, freundet sich mit ihr an, und stellt schließlich fest, dass sie sich verliebt hat. Mir hat die Geschichte von Sophie und Alex sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Anne Freytag ist fesselnd und hat mich schnell für dieses Buch eingenommen. 
5/5
der krater Der Krater von Douglas Preston
Wissenschafts-Thriller - 528 S. - Knaur TB - 2010

Nach langer Zeit wollte ich einen Wissenschafts-Thriller von einem meiner ältesten Lieblings-Autoren lesen. Während ich anfangs noch dachte, dass die Leidenschaft für dieses Genre abhanden gekommen ist, war ich doch nach einigen Seiten völlig mitgerissen. Spannend und interessant geschrieben.
5/5
sonntags beisophie Sonntags bei Sophie von Clara Sternberg
Gegenwartsliteratur - 282 S. - Aufbau Verlag - 2014

Drei Freundinnen, die vor Jahren zu einer WG zusammen gefunden haben. Auch viele Jahre später, inzwischen geht jede ihren eigenen Weg, halten dei drei Frauen zusammen und sehen sich regelmäßig. Doch nun ist der Krebs bei Sophie zurück, doch während sie ihn bereits einmal erfolgreich besiegt hat, ist es dieses Mal aussichtslos. Ein paar letzte Wochen bleiben Sophie, Rosa und Melanie, und die nutzen sie um sich an ihre gemeinsame Zeit zu erinnern und sich zu verabschieden. Eine Geschichte über Freundschaft mit ganz viel Tiefgang. Ich musste lachen und weinen beim Lesen, hatte oft das Gefühl, bei den drei Frauen zu sitzen und ihnen zuzuhören. Wunderbar!
5/5
das erbederdunkelheit Das Erbe der Dunkelheit (1) von Kristina Günak
Fantasy - 332 S. - CreateSpace Independent Publishing Platform... - 2017

Eigentlich hatte ich Vampir-Romanen fast schon abgeschworen, aber diese Geschichte hat mich dann doch sehr fesseln können. Ein bisschen erinnert sie mich an die Midnightbreed-Reihe von Lara Adrian, ist aber dennoch ganz anders, hat ihre eigene Atmosphäre und wirkt auf mich kein bisschen abgekupfert. Kristina Günak hat einen tollen Schreibstil und hat es ordentlich knistern lassen, so sehr, dass ich mir den zweiten Teil, der grade erste erschienen ist, direkt auf meinen Tolino geladen habe. :o)
5/5
im dunklendunklenwald Im dunklen dunklen Wald von Ruth Ware
Thriller - 384 S. - dtv - 2016

Ein Thriller, wie ich Bücher dieses Genres liebe. Die Spannung wird nach und nach aufgebaut um schließlich zu explodieren. Claire wird bald heiraten. Ihre beste Freundin organisiert den Junggesellen-Abschied für sie, und dazu ist auch Nora eingeladen, die sich kaum einen Reim darauf machen kann, da sie seit über zehn Jahren keinen Kontakt mehr zu Claire hatte. Kulisse für das Vorhaben ist ein verglastes Haus, welches überhaupt nicht in die Abgeschiedenheit eines Waldes zu passen scheint. Und doch baut sich grade hier ein Spannungsbogen auf, wie ich ihn selten erlebe und sehr genossen habe. Ruth Ware ist definitiv eine Neuentdeckung für mich, bin sehr gespannt auf weitere Bücher von ihr.
5/5
ich gebedirdiesonne Ich gebe dir die Sonne von Jandy Nelson
Jugendbuch - 480 S. - cbt - 2016

Eine Jugendgeschichte, die besonders durch ihren bezaubernden Schreibstil besticht, und mich sehr für sich eingenommen hat. Wunderbare Sätze und Abschnitte, von denen sich viele lohnen rezitiert zu werden. Zum Beispiel dieser hier, der bei mir arg auf die Tränendrüse gedrückt hat: "Ich habe praktisch die ganze Welt für dich gegeben", sage ich zu ihm und gehe durch die Vordertür meiner eigenen Liebesgeschichte. "Die Sonne, die Sterne, das Meer, die Bäume, alles, ich habe es für dich hergegeben." Eine dramatsich schöne Geschichte über die Zwillinge Noah und Jude, schwer zu umschreiben, man muss es einfach selbst gelesen haben. Ich gebe die die Sonne von Jandy Nelson ist mein persönliches Highlight des ersten Monats in 2018, ich bin mir ganz sicher, dass ich es noch lange in Erinnerung behalten werde. 
5/5
dermarsianer Der Marsianer von Andy Weir
Science Fiction - 512 S. - Heyne - 2015

Dieses Buch hat mich schon lange gereizt, aber ich hatte Bedenken, dass es etwas langweilig sein könnte. Das Logbuch eines auf dem Mars gestrandeten Astronauten lesen? Verfolgen wie er seinen Bedarf an Sauerstoff und Nahrung versucht zu decken, verzweifelt eine Möglichkeit sucht mit der Erde zu kommunizieren, und über Tage und Wochen mit einem Rover über die Oberfläche des roten Planeten fährt...? Oh doch, es war verdammt spannend und sehr interessant, auch ohne großartiges Wissen über Physik und Chemie hat es mich extrem gut unterhalten und mein Interesse für die Mars-Forschung ein bisschen geweckt.
5/5

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